Venture Capital, Crowdfunding, Business-Angels – oder eben ganz anders

Mitten im industriellen Frankfurter Osthafen, irgendwo zwischen Hafenkneipen, Hafenbecken, Kränen und Frachtcontainern, liegt – etwas verborgen – die „Intze 1“. Hinter der für dieses Gebiet ungewöhnlichen Holzfassade verbergen sich die charaktervollen, loftartigen Büroräume des jungen Unternehmens right. based on science. Wir sind hier unter uns – ohne allein zu sein.

 

Das ist gewollt und hat jede Menge Vorteile: Um sich in die Tiefen der sogenannten Wissenschaftsbasierten Emissionsziele – dem Kern aller Tätigkeiten von right. – hineinzudenken, bedarf es eines Umfeldes, welches den Menschen anregt, ihn reflektieren und einfach nur sein lässt, ihm Freiraum und Sicherheit gibt und Aktivität in allen möglichen Formen fördert. Den Ort macht aus, dass er nicht sollte, sondern einfach wurde. Unsere Notwendigkeit klimabezogene Wahrheiten zu verarbeiten, unsere tiefe Beziehung zu unserer Tätigkeit und die große Freude an Produktivität wird so einfach ausgedrückt.

 

In dieser wohltuenden Atmosphäre arbeiten wir nicht nur selbst, sondern machen auch ab und zu die Türen für andere auf: Ob Seminar, Meeting, Tagung oder Fotoshooting – ins Tätigsein kommt man eben doch besser, wenn Tätigsein in der Luft liegt. Zugegebenermaßen kann es manchmal etwas befremdlich sein, wenn dort, wo kurz zuvor noch fleißig am Übergang in eine 2 °C-Welt gearbeitet wurde, plötzlich eine Balletttänzerin in weißem Tütü inmitten von rosa Luftballons durch das Büro tanzt und dann einige Wochen später die Werbetafeln ziert. Horizonterweiternd ist es auch, wenn eine Moderatorin einer Meetingrunde am Ende des Tages ganz erleichtert erzählt, dass endlich mal keine Gegenstände durch die Luft geflogen sind und die Gruppe, deren Mitglieder aus allen Ecken Deutschlands angereist kamen, doch tatsächlich mal zu einem Ergebnis gekommen ist. Die Location hat ihren Zweck erfüllt.

 

„Wer seid ihr eigentlich?“ werden wir bei Raumübergabe nicht selten gefragt. Unsere Antwort überrascht sichtlich. Reaktion: Ein Unternehmen aus dem Klimabereich, das weder öko-öde noch auf dem Slow-Trip ist? Altbekannte Klischees über nachhaltigkeitsbezogene kleine Firmen scheinen es schwer zu haben, fällt der erste Eindruck so ausdrücklich erfreulich aus – ein erstaunlicher Effekt: „Wir finden eure Räume ziemlich gut, da kann es nicht so verkehrt sein, was ihr sonst so macht.“

 

Für aufregende Emotionen sorgen auch Ereignisse, wie wenn der Spiegel Online uns in einer Bilderserie zu Konferenz(t)räumen präsentiert – eingereiht zwischen Räumen von Google, der G20, Soundcloud oder dem Kempinski. Mit Flohmarktschätzen, Pflanzen in Bäckerskisten und provisorischen Treppenplatten auf IKEA-Böcken als Schreibtische. Aber eben auch mit Sehen statt lediglich Hinschauen, Muße statt Startup-Stress und mit dem Einfachen vom Guten. Damit haben wir uns eine unbezahlbare finanzielle Freiheit geschaffen: Zeit, unser Produkt zu entwickeln, Zeit so richtig gut zu werden und die Möglichkeit, eigene Entscheidungen zu treffen. Die Vermietung hat sich zu einer derzeit wichtigen finanziellen Säule des Unternehmens entwickelt, die uns eine wertvolle Unabhängigkeit schafft. Nicht zuletzt lehrt uns die intuitiv gefundene alternative Finanzierungsform, die sich stellenden Herausforderungen kreativ neu zu denken.

 

Und im späten Frühjahr ziehen die Bienen in den Dachgarten ein.

Hannah Helmke, bei right. neben der Geschäftsführung auch für die Organisation und Betreuung der Vermietungen zuständig.

 

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