Aktive Portfoliosteuerung nach Klimametriken | Intelligent Investors

Innerhalb der Sphäre nachhaltiger Finanzströme und ESG-Investments gerät der Bereich Klimaschutz und Klimawandel zunehmend in den Fokus sowohl der kundenseitigen Nachfrage als auch der Regulatorik.

 

Längst ist klar, dass Klimarisiken auch finanzielle Risiken sind.

Mithin steigt der Druck für die gesamte Finanzwirtschaft, geeignete Methoden zur Messung und Steuerung von Klimaauswirkungen im Portfolio zu finden und zu implementieren. Eine Möglichkeit, den CO2-Ausstoß eines Anlageportfolios zu erfassen und zu vergleichen, ist die gängige Praxis des Carbon Footprinting. Jedoch bestehen zwei elementare Limitationen, welche die Interpretation der Ergebnisse oft unsauber werden lassen. Zum einen werden in der Regel nur die direkten und indirekten Emissionen (sog. Scope 1 und 2) eines Unternehmens berücksichtigt, die Emissionen aus der gesamten vor- und nachgelagerten Lieferkette (sog. Scope 3) bleiben jedoch außen vor. Zum anderen sind die Ergebnisse, die meist als Tonnen CO2e (CO2 Äquivalente) ausgedrückt werden, absolute Werte. Sie werden folglich nicht sektoradjustiert und können dem jeweils investierbaren Universum somit nicht Rechnung tragen. In der Praxis lässt sich demnach der CO2-Fußabdruck eines Portfolios gegenüber seiner Benchmark hervorragend senken, indem schlicht CO2-intensive Branchen (z. B. Versorger) untergewichtet werden. Um die Pariser Klimaziele zu erreichen (eine Begrenzung der Erderwärmung auf „deutlich unter zwei Grad“ gegenüber vorindustriellem Niveau), müssen Unternehmen und deren Anleger künftig weiter denken.

Den gesamten Artikel von Hannah Helmke und Frederik G. Hildner, Leiter Portfoliomanagement, Salm-Salm & Partner lesen Sie hier:

Zielmarke 1,75°C (PDF)

 

Zuerst veröffentlicht am 07.09.2020 bei intelligent-investors.de