Wissenschaftsbasierte Emissionsziele (Science-Based Target; SBT)

right. based on science ist ein junges Beratungsunternehmen, das wirtschaftliche Akteure auf dem Weg in die 2 °C-Kompatibilität begleitet. Dazu wenden wir den wissenschaftsbasierten Ansatz an, Emissionsziele zu setzen.

 

Was genau bedeutet wissenschaftsbasiert und worauf bezieht es sich?

 

Den Zusatz „wissenschaftsbasiert“ verdienen Emissionsziele dann, wenn sie so gesetzt wurden, dass sie im Einklang mit Anforderungen an die Emissionsreduktion des Pariser Klimavertrag stehen. Wissenschaftsbasierten Emissionsziele („WBE“; engl.: science-based targets) richten sich also danach, was Klimawissenschaftler des Weltklimarates IPCC als verbleibendes weltweites Emissionsbudget ermittelt haben, soll das in dem Pariser Klimavertrag verankerte 2°C-Ziel erreicht werden.

 

Ein Unternehmen weiß durch sein WBE genau, wie viele Emissionen es bis wann einsparen muss, wenn es im Einklang mit dem Pariser Klimavertrag stehen möchte. Gut umgesetzt hat ein Unternehmen so die Möglichkeit, rechtzeitig marktwirtschaftliche, sozio-ökonomische und politische Veränderungen wertschöpfend zu integrieren, die mit dem global beschlossenen 2 °C-Ziel einhergehen.

Unterschied zur bisherigen Vorgehensweise Emissionsziele zu setzen

Der Unterschied zwischen selbstgesetzten und Wissenschaftsbasierten Emissionszielen ist der Ausgangspunkt der Berechnung der Ziele

 

Konventionell gesetzte Ziele richten sich danach, was im gegebenen unternehmerischen Rahmen einer einzelnen Firma der mögliche Beitrag zum Klimaschutz ist. Damit sind sie in der Regel zu schwach, um den fairen Beitrag zum Erreichen globaler Klimaziele zu leisten. Das heißt auch, dass ein Unternehmen nicht auf eine Gesetzeslage vorbereitet ist, welche den Übergang zu einer 2 °C-Welt und damit das Einhalten politisch abgegebener Versprechen sichert. Erhebliche regulatorische, sozio-ökonomische und wirtschaftliche Risiken sind die Folgen, welche vor allem die Kapitalkosten eines solchen Unternehmens erhöhen werden.

 

Wissenschaftsbasierte Emissionsziele richten sich danach, was Klimawissenschaftler als verbleibendes Emissionsbudget ermittelt haben, soll das 2 °C-Ziel erreicht werden. Wissenschaftsbasierte Methoden haben den Anspruch, dieses Budget fair unter wirtschaftlichen Akteuren aufzuteilen. Bei diesem sogenannten Top-Down Ansatz werden Emissionsziele also von einer externen Agenda, nämlich der Klimawissenschaft,  für ein spezifisches Unternehmen bestimmt.  Wissenschaftsbasierte Ziele beschreiben damit, was der notwendige Beitrag eines einzelnen Unternehmens zum übergreifenden Ziel ist, globale Durchschnittstemperaturen um nicht mehr als 2 °C ansteigen zu lassen.